NEWS

Führung: Mitarbeiter einfach ermutigen

15. November 2017 Fachbeiträge

Zehn wirksame Tipps für den Alltag und ein motivierendes Miteinander

Ermutigung ist eine der wertvollsten Führungsqualitäten. Wer es schafft, einzelnen Mitarbeitern oder ganzen Teams Mut zu machen, bestärkt sie nicht nur in ihren Fähigkeiten, sondern hilft ihnen auch dabei, sich weiter zu entwickeln. Schon mit einer geschärften Wahrnehmung und einfachen Methoden lässt sich eine offene Kultur schaffen, die dem gesamten Unternehmen zugutekommt.

1. Potenziale fokussieren

Nicht nur viele Menschen, auch ganze Unternehmen agieren zu mutlos. Die Folgen reichen von chronischer Nörgelei und Schuldzuweisungen bis hin zu Absicherungsmentalität und Lethargie. Ermutigung dagegen festigt das Selbstvertrauen und spornt zum Handeln an. Denn sie richtet den Blick nie auf das Negative, sondern auf das Positive. Insofern gilt es als allererstes, mit offenen Augen und Ohren Gelungenes, Stärken und Kompetenzen bewusst wahrzunehmen und explizit zu äußern.

2. Positiv(es) ansprechen

Direkte verbalisierte Ermutigung bezieht sich – im Gegensatz zum Lob – immer auf das Potenzial der Zukunft statt auf Erfolge der Vergangenheit. Sie ist allerdings nur dann glaubwürdig, wenn sie einer wertschätzenden Haltung zu anderen und zu sich selbst auch tatsächlich entspricht. Nur wer die eigene Unvollkommenheit annimmt, kann dies auch bei anderen tun – und damit ein Klima bewirken, in dem man offen und sachorientiert miteinander diskutieren kann, ohne sich rechtfertigen oder beweisen zu müssen.

3. Wohlwollen zeigen

Ermutigende Führung hat nicht zum Ziel, der oder die Beste sein zu wollen, sondern gemeinsam das Bestmögliche zu erreichen. Eine solche Anschauung erfordert dahingehend selbst einigen Mut, weil sie einen gewissen Verzicht auf Macht und Kontrolle beinhaltet – also auf das, was das Bild eines klassischen Vorgesetzten gemeinhin ausmacht. Akzeptanz und Respekt gegenüber dem jeweiligen Mitarbeiter oder Team äußern sich im täglichen Verhalten: in freundlichem Auftreten und  interessierter Zuwendung, aufmerksamen Zuhören und Ermunterung zum Sprechen, Geduld und Anerkennung. Vor allem aber: in Teilhabe.

4. Mitarbeiter einbeziehen

Anstatt nur Aufgaben zu delegieren, sollten Führungskräfte ihren Teams Chancen eröffnen, Projekte aktiv mitzugestalten. Bei der Konzeption ist zu beachten, dass einzelne Mitarbeiter – insbesondere solche, die Zweifel an den eigenen Fähigkeiten haben – schnell erste Erfolge erzielen können, da sichtbare Resultate besonders ermutigend wirken. Ebenfalls wichtig: das Einplanen realistischer Zwischenziele.

5. Transparenz schaffen

Alle Beteiligten müssen auch schon deshalb stets auf dem gleichen Informationsstand sein können. Briefings sowie alle wesentlichen Daten und Fakten sollten deshalb jedem Teammitglied zugänglich sein und regelmäßige Kick-offs  und Besprechungen angesetzt werden.

6. Freiräume geben

Nachdem die Aufgaben verteilt sind, sollte die Führungskraft zwar immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und ihren Support anbieten, aber nicht jeden Arbeitsschritt kontrollieren. Mitarbeiter sollten selbstständig Entscheidungen treffen und auch Fehler machen können.

7. Fehlertoleranz entwickeln

Auch bei Zweifeln an den Fähigkeiten einzelner empfiehlt es sich, diese zu verbergen und Bemühungen wie Fortschritte stets anerkennen, um deren Selbstvertrauen zu stärken. Fehler und Mängel sollten als unvermeidbarer Teil des Arbeitsprozesses gesehen und ohne Be- bzw. Verurteilung diskutiert werden, um Erklärungen und Lösungen zu finden.

8. Wohlwollend nachreden

Führungskräfte sollten regelmäßig die positiven Leistungen von an- oder abwesenden Mitarbeitern oder Kollegen Dritten gegenüber erwähnen, statt ihre Schwächen oder Fehler zu thematisieren.

9. Fragen stellen

Auch Mitarbeiter um deren Rat, Input oder deren Meinung zu bitten, signalisiert Wertschätzung und ermutigt sie, eigene, wertvolle Ideen zu entwickeln.

10. Visionen leben

Wer Menschen führt und voran bringen möchte, denkt immer in Prozessen. Insofern darf auch Ermutigung keine sporadische einzelne Aktion sein – sondern sollte vielmehr ein regelmäßiger Bestandteil im Umgang werden, der stets auf den jeweiligen Mitarbeiter bzw. das entsprechende Team zugeschnitten ist. Dazu gehört auch, ein Unternehmensleitbild zu entwickeln, an dem sich jeder einzelne orientieren und ihm damit aufzuzeigen, was er oder sie persönlich dazu beitragen kann.

Bilden Sie sich mithilfe von Personalentwicklung weiter Ermutigend führen

Sie möchten Mitarbeiter nachhaltig motivieren und eine neue Kultur des Miteinanders in Ihrem Unternehmen etablieren? Dann finden Sie in einer individuellen Beratung heraus, welcher Weg Sie dorthin führen kann. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wenn Ihnen dieser Beitrag gefällt, dann liken oder teilen Sie ihn – damit geteiltes Wissen sich vermehren kann.



Zurück zur Übersicht



Benötigen Sie mehr Informationen?
Vereinbaren Sie ein unverbindliches Expertentelefonat:
Danke. Wir rufen Sie schnellstmöglich an.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere sie hiermit.