Performance Impulse

7 wertvolle Tipps, wie Sie aus Misserfolgen lernen

27. Januar 2017 Fachbeiträge

Henry Ford ging fünfmal Bankrott. Steve Jobs wurde von der Firma, die er mitgegründet hatte, gefeuert. Joanne K. Rowling fand lange keinen Verleger für „Harry Potter“. Drei prominente Beispiele dafür, dass Misserfolge zum Leben gehören. Allerdings mit Happy End: Denn wer statt zu klagen nach Ursachen sucht und aus Vergangenem seine Lehren für die Zukunft zieht, kann vieles zum Positiven wenden.

Niederlagen sind Ansichtssache

Misserfolge sind in unserer leistungsorientierten Gesellschaft, insbesondere in Unternehmen, immer noch ein Tabu: Karriere und Projekte müssen einfach immer rund laufen. Parallel zum Druck, diese Ziele zu erreichen, steigt auch das Risiko, sie zu verfehlen – nicht zuletzt, weil sich Märkte und Job-Anforderungen schnell und ständig wandeln. Wie berufliche Schlappen persönlich erlebt werden, ist unterschiedlich und hängt von individuellen Vorstellungen und Werten ab. Was der eine schon als Katastrophe empfindet, sieht der andere noch ganz entspannt.

“Fehler vermeidet man, indem man Erfahrung sammelt. Erfahrung sammelt man, indem man Fehler macht.“

Laurence Jonston Peter (1919-90, amerik. Managementberater)

Selbstkritik statt Selbstmitleid

Für Führungskräfte bedeutet Scheitern nicht selten einen Gesichts- oder Statusverlust. Dabei übersehen sie meist, dass Fehler zu machen eine der Voraussetzungen dafür ist, sich weiterzuentwickeln: Kinder, die Laufen lernen, fallen unentwegt hin, ohne dies als unangenehm zu empfinden, peinlich berührt zu sein oder an sich zu zweifeln. Viel konstruktiver als langes Grübeln ist es also, Scheitern als etwas Selbstverständliches zu begreifen. Insofern sollte man zügig mit der Aufarbeitung beginnen, Gründe reflektieren, Verhaltensänderungen daraus ableiten und die Erkenntnisse als konstruktive Chance zur Verbesserung betrachten. Mit diesen Tipps können Sie gescheiter scheitern ­­– und aus Misserfolgen lernen.

1. Gestehen Sie sich den Misserfolg ein
Schuldzuweisungen helfen nach einem Rückschlag nicht weiter. Fragen Sie sich selbst und auch andere nach ihrem Anteil. Lassen Sie negative Gefühle wie Enttäuschung zu, aber bleiben Sie stets lösungsorientiert.

 2. Werden Sie aktiv
Konzentrieren Sie sich auf Möglichkeiten der nahen Zukunft: Leiten Sie sofort Maßnahmen zur Schadensbegrenzung oder Alternativen zur Optimierung der Situation ein.

3. Fragen Sie nach den Ursachen
Gehen Sie den Prozessablauf noch einmal durch und suchen Sie nach dem Grund für den Misserfolg. Dieser offenbart sich oft nicht an der Oberfläche, sondern liegt vielfach tiefer. Mit der „Fünf-mal-Warum“-Methode können Sie durch hartnäckiges Nachfragen aus einem Symptom die Ursache ableiten. Angewandt wurde sie zuerst durch den japanischen Manager Taiichi Ohno bei Toyota. Nach seiner Erfahrung muss man fünf Mal „Warum ist das passiert?“ fragen, bis man die richtige Antwort erhält. Schreiben Sie das Problem auf und haken Sie solange nach, bis der fehlerverursachende Prozessschritt identifiziert ist!

Mit der „Fünf-mal-Warum“-Methode Ursachen einfach auf den Grund gehen
Mit der „Fünf-mal-Warum“-Methode Ursachen einfach auf den Grund gehen

4. Setzen Sie sich mit Ihren Handlungsgründen auseinander
Beleuchten Sie kritisch die Erfahrungen, Einstellungen, Vorurteile, Werte oder Rahmenbedingungen, die Ihr Vorgehen bestimmt haben.

5. Arbeiten Sie Ideen für Ihre persönliche Entwicklung aus
Überlegen Sie, was Sie verändern können oder müssen, um einen ähnlichen Misserfolg zu vermeiden. Machen Sie sich einen detaillierten Plan: Bedenken Sie, auf welche Signale Sie achten müssen und was für Möglichkeiten Sie in kritischen Situationen haben.

6. Gehen Sie Schritt für Schritt vor
Arbeiten Sie systematisch Punkte ab, die Sie einen Misserfolg vermeiden lassen. Neue Verhaltensweisen lernen Sie in der Reihenfolge: krabbeln – gehen – laufen – rennen.

7. Haken Sie den Misserfolg ab und schauen Sie nach vorn
Überlegen Sie, welche Möglichkeiten Sie trotz eines Fehlschlages haben. Wenden sich Herausforderungen zu, in denen Sie das Gelernte umsetzen können! Setzen Sie sich gegebenenfalls neue Ziele.

Misserfolge zu Erfolgen machen

Was im Sport und in der Forschung zum Alltag gehört, gilt auch fürs (Berufs-)Leben: Vieles lässt sich erst erreichen, wenn man es immer wieder versucht. Auch für Führungskräfte, die Misserfolge kommunizieren und letztlich verantworten müssen, ist es unerlässlich, Niederlagen einstecken und analysieren zu können sowie den Mut zu haben, sich selbst zu korrigieren. Denn stur an einem Vorhaben festzuhalten, kann schließlich genauso verhängnisvoll sein, wie Fehlschläge um jeden Preis vermeiden zu wollen.

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