Performance Impulse

Mut kann man lernen!

25. Januar 2018 Fachbeiträge

Hemmungen bewusst überwinden, Herausforderungen beherzt meistern

„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Dabei ist in Unternehmen wie im Leben immer mehr der Mut gefragt, Stellung zu beziehen, Veränderungen anzugehen oder auch gänzliches Neuland zu betreten. Doch vielen Menschen fehlt diese vielbewunderte Charaktereigenschaft. Dabei lässt sich mehr Mut schon mit einfachen Strategien entwickeln.

Keine Angst vor der eigenen Courage …

Mut zur Wahrheit, Mut zu Fehlern, Mut zum Weitermachen, Mut zum Aufgeben – keine Frage: Mut hat viele Facetten. Im Kern verstehen wir darunter stets die Fähigkeit, sich gegen Widerstände oder Gefahren für eine Sache oder Menschen einzusetzen. Mutig zu sein bedeutet allerdings nicht, wie oft einfach angenommen, keine Ängste zu haben, sondern vielmehr, diese überwinden zu können. Denn in erster Linie ist es die Befürchtung, etwas zu verlieren – Macht, Geld, Gesundheit, Ansehen, Zuneigung – die uns ausbremst und lieber im Bekannten verharren lässt. Das Dilemma: Wer seine Komfortzone nicht verlässt, kommt eben auch nicht weiter.

… sondern der entschlossene Sprung ins kalte Wasser

Dass man mit der mehr oder weniger nötigen Courage Angst und Zaudern bezwingen kann, führt das Filmexperiment „Der Zehnmeterturm“ eindrucksvoll vor Augen. In einem schwedischen Schwimmbad sollten Menschen erstmals vom Zehner springen und wurden davor, danach und auf der Plattform in den bewegenden Momenten aufgenommen, in denen sie sich mit der Furcht vor der Tiefe konfrontiert sahen und sich zum Sprung entschieden – oder eben auch nicht. Mut, zeigen diese Sequenzen, ist vor allem eine Frage der Sicht -und Herangehensweise.

Aufgaben zum eigenen Ziel machen

Nur wenn wir uns selbst entscheiden etwas zu tun, haben wir auch das Gefühl etwas bewegen zu können. Voraussetzung aber dafür ist es, die jeweilige Herausforderung als selbst gewähltes und nicht von außen auferlegtes Ziel zu betrachten. Das gilt im Übrigen auch, wenn man die Ziele anderer – beispielsweise seines Unternehmens – zu vertreten hat. Auch innerhalb einer vorgegebenen Struktur hat jeder stets die Möglichkeit, selbstbestimmt zu handeln, wenn er seinen Platz im großen Ganzen und seine Ziele fest im Blick hat.

Ängste zulassen

Das Zehnmeterbrett-Experiment hat auch gezeigt, dass sich Herausforderungen besser meistern lassen, wenn man seine Ängste realistisch reflektieren kann. Teilnehmer, die den Sprung gewagt haben, hatten sich vorher intensiv damit auseinandergesetzt, während solche, die sich letztendlich nicht getraut, dies nicht getan hatten. Auch weitere psychologische Studien kommen zu dem Ergebnis, dass Menschen ihre Ziele nur dann verwirklichen, wenn sie sich neben dem positiven Ausgang auch mögliche negative Aspekte zu durchdenken.

Zur eigenen Unvollkommenheit stehen

Kaum jemand auf dem Zehnerbrett hat den perfekten Sprung hingelegt – die vielbeschworenen Überflieger sind im Schwimmbad genauso selten wie in manchem Haifischbecken. Die amerikanische Soziologin Brené Brown gibt sowieso den Menschen größere Erfolgschancen, die sich der eigenen Schwächen und Stärken bewusst sind. Denn um in schwierigen Situationen mutig agieren zu können, muss man auf die eigenen Fähigkeiten vertrauen können – und auch die Größe haben, zu wissen, wann man etwas eben nicht kann.

Realistische Etappenziele setzen und anderen mitteilen

Wenn Ziele aber zu hochgesteckt sind, ist die Frustrationsgefahr groß. Deshalb sollte man sie SMART planen und sich machbare Etappenziele setzen. Zu ihrer Erreichung trägt übrigens auch eine soziale Komponente bei: Bei dem Sprungturm-Experiment spornte die Präsenz von Kameras und die Anwesenheit von Zuschauern die Teilnehmer zusätzlich dazu an, zu springen.

Erfolge feiern, Misserfolge abhaken

Wenn man etwas geschafft hat, sollte man sich auch darüber freuen – denn nur, wenn wir Erfolge wahrnehmen, bleiben sie lange im Gedächtnis, stärken das Selbstbewusstsein und treiben uns an, mutig weiterzumachen. Fehlschläge dagegen sollte man zugeben und daraus lernen  – dazu bedarf es neben dem Mut zu sich selbst und seinen Entscheidungen zu stehen, allerdings auch einer Vertrauenskultur im Unternehmen.

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